Berlin T-Shirt
“It’s like a jungle Sometimes; It makes me wonder how I keep from goin` under…..”
Ich gucke aus dem Fenster und sehe wie sich zwei Frauen streiten. Die deutsche Frau sagt; “Du hast zu mir scheiß Nazi gesagt.” Die arabische Frau sagt: “Du hast zu mir scheiß Ausländer gesagt.”
Ich gucke nach links und sehe mehrere Jungendliche und Obdachlose vor einer bekannten Supermarkt-Kette Gras rauchen und Büchsenbier trinken.
Auf dem Sportplatz nebenan bildet sich ein Kreis um 2 Jungendliche… was da wohl jetzt passiert?
Egal denke ich mir, erst einmal raus aus der Wohnung und ab an die frische Luft. Auf dem Weg durch die Straßen von Neukölln muss ich aufpassen, dass niemand seinen Müll aus dem Fenster wirft, wie letzte Woche als jemand einen schweren Gegenstand aus dem dritten Stock, auf die Motorhaube eines Autos geworfen hatte. Unbewusst gucke ich also alle 20 Meter nach oben, und prüfe die Fenster und Balkons.
Weiter geht’s durch die kleinen verdreckten Seiten-Straßen von Neukölln. Früher war das sauberer hier denke ich mir (außer die Hundehaufen, die waren schon immer da).
Ich sehe viele neue Öko-Cafés, wo kommen nur alle diese Yuppies her??? Angekommen auf der Sonnenallee sind mehrere Straßen gesperrt. Wieder einmal eine Personenkontrolle der Polizei. Krasser Job denke ich mir. Danach geht’s bestimmt ab in die Hasenheide wo die „Jungunternehmer“ ihr Geschäft betreiben.
Weiter geht’s auf die Karl-Marx-Straße von Neukölln. Schon wieder eine Demo gegen Nazis. Warum immer hier? Hier gibt es keine (offensichtliche) Nazis! Der schwarze Block scheint auch schon startklar (neu in Neukölln, die waren doch sonst in Kreuzberg?). War da vorhin nicht erst eine Demo gegen rechts am ESTREL Hotel???
Irgendwann geht’s zurück mit der BVG. Auch nach 20 Minuten ist kein Bus in Sicht. Egal, laufen ist gesund denke ich mir. Unterwegs sehe ich wie ein Jugendlicher einen älteren Mann stresst, der einen Pitbull an der Leine hat. Ich denke mir, warum lässt er sich das gefallen… mach doch den Hund los…
Mein Bus kommt, noch 3 Stationen bis nach Hause. Ich entschließe mich für das Ticket zu zahlen. Um diese Zeit sind meistens Kontrollen. Zu Hause angekommen mache ich die Fenster zu, denn die Polizei-Sirene nervt, und frage mich, warum ich mir das eigentlich jeden Tag reintue? Berlin Neukölln, entweder man liebt es oder Hasst es.
